MmmBob da ba do bop, du bi da ba do Bob da ba do …” So schallte es Mitte des Jahres 1997 aus den Kinder- und Jugendzimmern in USA und Europa. Das Gepräge des Liedes, von Knabenstimmen im teilweise vorpubertären Alter begleitet, hatte so gar nichts mit den Songs gemein, die zu dieser Zeit gerade in den Charts versammelt waren. Vielmehr erinnerte es in seiner erfrischenden Art an Lieder von Chuck Berry, Bobby Darin oder den Beach Boys.

Die Geschichte von “Hanson” ist eine Erfolgsgeschichte. Aufgewachsen mit vier jüngeren Geschwistern in einem musikalischen Haushalt in Tulsa, Oklahoma, begannen die drei Brüder Isaac, Taylor und Zachary (Zac), die zunächst alle das klassische Klavierspiel erlernt hatten, im Kindesalter in einer Formation Musik zu machen. Isaac übernahm die Gitarre, sein jüngerer Bruder Taylor behielt das Keyboard bei und der Jüngste Zac setzte sich ans Schlagzeug , über das er anfangs kaum herausragte. Im Alter von vierzehn, elf und neun Jahren produzierten sie erstmals im Selbstvertrieb ein Album, auf dem sie ihre selbst komponierten Lieder zusammenstellten.

Bei einem Auftritt auf einem Festival in Texas wurden sie 1996 entdeckt und sogleich bei Mercury Records unter Vertrag genommen. Das Album Middle of Nowhere sollte die Brüder mit 10 Millionen verkauften Exemplaren weltweit bekannt machen. Auf ihm war auch der bereits ein Jahr zuvor produzierte Titel MMMBob enthalten.

Zu Beginn des Neuen Jahrtausends kam es v.a. wegen des nachlassenden kommerziellen Erfolgs zu Zerwürfnissen mit der Plattenfirma, welche aufgrund von strukturellen Neuordnungen nun den Namen Island Def Jam Records führte. Dies war die Zeit, als es international zunehmend ruhiger um die Band wurde. Der Wunsch weiterhin Musik zu machen war stärker. Nach einigem Hin und Her gründete “Hanson” im Jahr 2003 schließlich ein eigenes Label (3CG Records) und tauchte in die Independent-Szene ab.

Nur noch eingefleischte Fans, vor allem in den USA, in Großbritannien, Japan, Südamerika und Skandinavien, verfolgen nun die weitere Laufbahn von “Hanson”. Es lohnt sich, einmal in das 2007 erschienene Album The Walk hineinzuhören, dessen Vertrieb die Brüder mit einer Charity-Aktion für Afrika verbunden haben. Alle drei Musiker spielen nun vor allem auf kleineren Bühnen. Obwohl ihre Musik sich grundsätzlich nicht von dem derzeitigen Mainstream unterscheidet, ist sie dennoch deutlich melodischer und enthält Akzente der “Rock music from The South”, die vor allem für Interpreten wie Tom Petty kennzeichnend sind.

“I find hope that, in a pop music universe filled with Paris Hiltons and “This Is Why I’m Hot”s, The Walk catches ears because it proves that pop music can be substantial, thought-provoking, and fun at the same time. [...] Once again, forget “Mmmbop”…this is a completely new band.”

(Auszug aus der Rezension des Albums The Walk bei absolutepunk.net)